Neben den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins war die Feuerwehr Übersee auch im Jahr 2019 wieder mit komplexen Einsätzen und zahlreichen Übungs- und Ausbildungseinheiten gefordert. 

 

Die beiden Kommandanten Michael Stefanutti und Rupp Kink berichteten nicht nur über die bei Einsätzen, Übungen und zahllosen weiteren Aufgaben der Feuerwehr ehrenamtlich geleisteten 11.887 Stunden, sondern gaben auch einen Ausblick auf die Ereignisse im kommenden Jahr. 

Der Jahresanfang 2019 war für die Feuerwehr bereits sehr fordernd, im Rahmen der Schneekatastrophe im Landkreis wurde in Übersee ein Bereitstellungsraum für die Hilfskräfte im Achental eingerichtet. Durch die großzügige Infrastruktur unseres Feuerwehrhauses, sowie der Erfahrungen, die die Führungskräfte bei Großveranstaltungen wie dem Chiemsee Summer gesammelt hatten, war es uns möglich, die Koordination der Einsatzkräfte zu übernehmen. Eine Woche lang wurde im Funkraum ein Meldekopf als Schnittstelle zwischen den betroffenen Gemeinden und dem Krisenstab in Traunstein eingerichtet, unser Führungsfahrzeug unterstützte auch die Einsatzleitung in Schleching bei der Evakuierung in Raiten. 

Neben diesem Großereignis waren die Überseer Floriansjünger das ganze Jahr über bei insgesamt 169 Einsätzen gefordert, größtenteils waren dies Technische Hilfeleistungen, außerdem Brandeinsätze und Sicherheitswachen. Besonders hob der stellvertretende Kommandant nochmals einen Verkehrsunfall auf der Staatsstraße hervor, bei dem zuerst zwei verletzte Patienten versorgt und die Unfallstelle abgesichert werden musste. Die Feuerwehr Übersee wurde allerdings während des laufenden Einsatzes zu einer Reanimation im Bereich der Grassauer Straße gerufen, bei der unser durch Spenden finanzierter Defibrillator erfolgreich zum Einsatz kam. 

Insgesamt leisteten die Feuerwehrfrauen und -männer 5.395 Übungsstunden, den Großteil bei wöchentlichen Übungen am Standort, allerdings entfallen zahlreiche Stunden auch auf Lehrgänge und Sonderausbildungen, die auf Landkreisebene oder an einer staatlichen Feuerwehrschule absolviert wurden. Außerdem stellt die Feuerwehr Übersee nach wie vor Personal für Ausbildungen an der Rauchdurchzündungsanlage und bei der THL- und Truppmannausbildung. Viel Arbeit steckte 2019 auch in der Ausschreibung von drei neuen Feuerwehrfahrzeugen. Die Feuerwehr Übersee beschafft in diesem Jahr zwei neue Löschfahrzeuge, sowie einen neuen Rüstwagen, dies bedeutet für die insgesamt 90 Feuerwehrdienstleistenden auch im Jahr 2020 einen großen Schulungsaufwand, um weiterhin für alle möglichen Einsatzszenarien perfekt vorbereitet zu sein. 

Jugendwartin Sandra Huber sprach sichtlich stolz von den derzeit 9 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Diese absolvierten ingesamt 14 Jugendübungen, nahmen an Jugendveranstaltungen des Kreisfeuerwerhverbands teil und legten als Höhepunkt des Jahres 2019 im Sommer mit großem Erfolg ihre Jugendleistungsprüfung ab. Auch Gemeinschaftsaktivitäten wie ein Ausflug zum Go-Kart nach St. Pantaleon machten den Jugendlichen viel Spaß. 

Der 1. Vorstand Stefan Berres stellte kurz die Arbeit des Vereinsausschuss vor, der nun seit einem Jahr im Amt ist. Gemeinsam mit den Kommandanten wird die Mitgliederwerbung eine wichtige Aufgabe für das kommende Jahr. Vor allem für den aktiven Dienst werden immer interessierte Jugendliche und Erwachsene gesucht, um das hohe Niveau der Feuerwehr Übersee auch in Zukunft halten zu können. 

Die beiden Schriftführer Michi Groß und Christina Tengler berichteten von den Vereinsaktivitäten des Jahres, wobei das Jahr 2019 stark von unserem 150-jährigem Jubiläum geprägt war. 

Hierzu hatte Thomas Hiendl seinen letzten „offiziellen“ Auftritt als Festleiter. Er ließ nochmals die Festwoche Revue passieren, besondere Höhepunkte waren sicherlich unser Tag der offenen Tür mit der historischen Leistungsprüfung, sowie unser Festsonntag mit einem Festzug durch den ganzen Ort. Der Festleiter bedankte sich nochmals herzlich bei den vielen unermüdlichen Helfern, die uns bei Zeltauf- und abbau, sowie während der Festwoche unterstützt haben. 

Bürgermeister Marc Nitschke und Kreisbrandrat Christof Grundner betonten in ihren Grußworten die stets reibungslose Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Übersee. 

Daniel Rohrhirsch wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung zum Löschmeister ernannt. Besonders geehrt wurde auch Wolfgang Lindlacher, der sein Amt als Fahnenjunker nach 30 Jahren an seinen Sohn Alex übergeben hat. Mit Max Posselt und Fred Waschin mussten wir leider zwei verdiente Feuerwehrmänner aus dem aktiven Dienst verabschieden. Für 20 Jahre aktive Dienstzeit wurden Stefan Berger und Stefan Berres, für 25 Jahre Tobias Plenk und für 30 Jahre Rupert Kink, Wolfgang Steiskall und Thomas Hiendl geehrt. 

Abschließend möchten wir uns beim Bürgermeister und den Gemeinderäten für deren Unterstützung, vor allem im Hinblick auf die Fahrzeugbeschaffung bedanken. Und nicht zuletzt natürlich bei allen Überseer Bürgerinnen und Bürgern, nicht nur für die große Spendenbereitschaft, sondern auch für die Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie könne weiter auf uns zählen - 365 Tage im Jahr - rund um die Uhr!

 

 

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Donnerstag, 04. Juni 2020