Am Mittwoch, den 11.03.2026, fand um 19:10 Uhr eine Einsatzübung der Feuerwehr Übersee mit dem Stichwort „B3 – Brand Gebäude“ in der Dorfstraße statt. Als Übungsobjekt dienten zwei private Wohnhäuser mit angrenzendem Holzschuppen, die dankenswerterweise vom Eigentümer Christoph Bauhofer zur Verfügung gestellt wurden.
Laut Übungsannahme stand der an die Wohnbebauung anschließende Holzschuppen in Vollbrand. Die Flammen drohten auf die angrenzenden Wohngebäude überzugreifen. Bei der Alarmierung war zunächst nichts über vermisste oder gefährdete Personen bekannt. In der Übungslage war außerdem eine Drehleiter der Nachbarfeuerwehr angefordert, die jedoch nicht zur Verfügung stand.
Die Feuerwehr Übersee rückte mit rund 20 Einsatzkräften sowie dem Einsatzleitfahrzeug Florian Übersee 11/1, dem HLF 20 (Florian Übersee 40/1) und dem LF 10 (Florian Übersee 43/1) zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen stellte sich die Lage jedoch bereits deutlich verschärft dar: Das Feuer hatte auf die angrenzenden Gebäude übergegriffen, sodass zwei Wohnhäuser in Brand standen. Zusätzlich hing vom Dach eine offene Stromleitung herab und stellte eine weitere Gefahrenquelle dar.
Im vorderen Gebäude machte eine männliche Person am Fenster im ersten Obergeschoss auf sich aufmerksam und rief um Hilfe. Umgehend wurden von beiden Fahrzeugen jeweils ein Angriffstrupp sowie ein Sicherungstrupp unter Atemschutz für den Innenangriff eingesetzt. Vorrangiges Ziel war die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung.
Zur Rettung der Person im ersten Obergeschoss wurde das Gebäude über Steckleitern angeleitert. Parallel dazu erfolgte der Löschangriff im Inneren der Gebäude. Die Wasserversorgung konnte über einen Hydranten in der Dorfstraße sichergestellt werden.
Den eingesetzten Atemschutztrupps erschwerten vor allem die starke Verrauchung und die schlechte Sicht den Innenangriff. Nachdem eine Abluftöffnung geschaffen und ein Lüfter zur Entrauchung eingesetzt wurde, verbesserten sich die Bedingungen für die Einsatzkräfte deutlich.
Im Verlauf der Übung konnten aus beiden Gebäuden insgesamt vier Personen gerettet und der angenommene Brand erfolgreich bekämpft werden.
Im Anschluss an die Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung mit allen Beteiligten statt. Dabei hatten Übungsleitung, Zugführer, Gruppenführer sowie die eingesetzten Kräfte die Möglichkeit, ihre Sichtweisen darzustellen und das jeweilige Vorgehen zu erläutern. Als wichtige Erkenntnis wurde dabei vor allem die Bedeutung einer klaren Auftragserteilung und deren konsequente Umsetzung sowie das sichere Beherrschen feuerwehrtechnischer Begrifflichkeiten hervorgehoben.
Ein besonderer Dank gilt den Ausrichtern der Übung, Andreas Pummer und Florian Egart, den Statisten aus den Reihen der Feuerwehr sowie Christoph Bauhofer, der das Übungsobjekt freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
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