Am 26.01.2026 wurde die Feuerwehr Übersee um 15:35 Uhr unter dem Stichwort „Sonstige Hilfe“ zu mehreren Fischweihern im Ortsteil Seethal alarmiert. Insgesamt waren vier Fahrzeuge und 15 Einsatzkräfte im Einsatz.
In den vergangenen Tagen waren die Fischweiher aufgrund der anhaltenden Kälte weitestgehend zugefroren. Die Betreiber der Weiher stellten fest, dass für die Fische akute Erstickungsgefahr bestand, und meldeten die Lage über das sogenannte „Zugführertelefon“ (Rufnummer 333) an den diensthabenden Zugführer. Dieser verschaffte sich ein Lagebild und entschied, zur schnellen Unterstützung und Rettung der Tiere eine Alarmierung der Feuerwehr zu veranlassen.
Hintergrund der Problematik war ein niedriger Wasserstand in den Weihern. Dadurch lagen vorhandene Zuläufe größtenteils über der Eisdecke und konnten kein sauerstoffreiches Frischwasser mehr einbringen. Zusätzlich war der Schilfbestand gering, sodass auch über diesen natürlichen Weg kaum ein Gasaustausch stattfinden konnte. Unter einer geschlossenen Eisdecke nimmt der Sauerstoffgehalt des Wassers kontinuierlich ab, da Fische, Mikroorganismen und Zersetzungsprozesse weiterhin Sauerstoff verbrauchen, gleichzeitig jedoch kein Nachschub aus der Luft erfolgt. Sinkt der Sauerstoffgehalt unter einen kritischen Wert, drohen Fischsterben.
Zur Unterstützung wurde gemeinsam mit dem Bauhof eine Hochleistungspumpe sowie ein Löschfahrzeug mit integrierter Feuerlöschpumpe eingesetzt. Zunächst wurden an mehreren Stellen Löcher in die Eisdecke geschlagen. Anschließend wurde Wasser aus den Weihern abgepumpt und wieder zurückgeführt. Durch das Einleiten des Wassers mit der Hochleistungspumpe sowie das gezielte Aufbrechen des Eises und Einbringen von Wasser unter Druck über B- und C-Rohre sollte eine Durchmischung des Wasserkörpers erreicht werden. Diese Bewegung fördert den Gasaustausch und erhöht kurzfristig den Sauerstoffeintrag im Wasser.
Nach knapp zwei Stunden konnten die Maßnahmen abgeschlossen und der Einsatz beendet werden. Ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, um den Sauerstoffgehalt nachhaltig zu stabilisieren, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Die Feuerwehr Übersee bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof und hofft, dass die Fische die unfreiwillige „Wellnessbehandlung“ gut überstanden haben.
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